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kleine Strasssteinauswahl
Auf den folgenden Seiten finden sie eine kleine Auswahl an Strasssteinchen.
Die große Auswahl gibt es unter "www.carolin-schielle.de" mit über 2500 verschiedenen Farben, Formen und Größen.
Ein paar Worte zur Herstellung der Rocaillesperlen. |
| Es war einmal zur Biedermeierzeit, vor etwa 150 Jahren: Ein Glasbläser nahm mit Hilfe seiner etwa 1 m langen Glasmacherpfeife eine Position zähflüssigen gefärbten, oder kristallenen Glases aus der Schmelze im Hafen, einer runden tönernen Form in der Glashütte. Er blies durch die Pfeife Luft in den tropfenförmigen Glasklumpen, das Kölbel oder Külbel. Er wiederholte das Glasaufnehmen mehrmals, bis er etwa 7 - 8 kg der Glasmasse um den Anfangsposten aufgenommen hatte. Sein Gehilfe mit dem Hefteisen, im Gegensatz zur Glasmacherpfeife kein hohles Rohr, aber scheibenförmig am Ende, ein wenig derselben Glasmasse auf und heftete sich mit seinem glasumfangenden Werkzeug an das etwa 50 - 60 cm lange Külbel des Meisters. Nun schritten die beiden sehr zügig in entgegengesetzten Richtungen in dem langen Ziehgang, der für die Perlenherstellung an eine Glashütte angegliedert war, auseinander. Schnell wurde das nur kurze Zeit formbare Glas samt der Luftblase in eine bis zu 180 m !!! lange Glasröhre gezogen. Hatte man die gewünschte Länge erreicht, legten sie den hohlen Glasstengel, mit einem Durchmesser in der Mitte bis zu 1 mm, auf Holzscheite auf die Erde zum Erkalten. In etwa 1 m lange Abstände wurde die Röhre geteilt und zu Bündeln zu 10 kg mit Strohseilen zusammengehalten. Heimarbeiter holten die Bündel in Kiepen auf dem Rücken aus der Glashütte ab. An Trempelzeugen, von Wasserkraft betriebene sich drehende Stahlscheiben in gemieteten Werkstattplätzen, wurden die einzelnen Hohlglasstangen zu "Hackebissel" gesprengt. Diese kleinen Rohrabschnitte von der Größe des Rohrdurchmessers wurden in der Glashütte in rotierenden Zylindern eines Rondierofens mit Sand und Kohlepulver für kurze Zeit mit viel Erfahrung der Wärme ausgesetzt. Dabei wölbte sich der kantige Rohrabschnitt durch die Oberflächenspannung zur runden Perle auf. Nach dem Erkalten wurden die Perlen gesiebt, sortiert, durch schütteln mit Sand geschliffen und durch schütteln mit Kleie poliert. Frauen und Kinder reihten mit langen Nadeln aus der Schürfe, einem mit Stoff bespannten hölzernen Behältnis auf dem Schoß haltend, die Perlen auf einen Faden. Dieser Arbeitsgang diente dem Beweis, daß die Perlen eine ausreichende Lochwandung für die spätere Verarbeitung im Textilien Bereich hatten. Zu mehr oder weniger langen "Maschen" die aus einzelnen Perlschlaufen bestand, ging die "Bundware" in den Handel. Als besonders kostbar galten die Rocailles, die noch anfangs einzeln, später mehrere auf einem Draht, an einem Schleifstein bis zu siebenmal!!! geschliffen, facettiert wurden, da die prismenartige Lichtbrechung einen Zauber beim Anblick bewirkt. |
Nun werfen sie mit Achtung einen Blick auf die handgemachten "nur Glasperlen" |
| Manche Arbeitsschritte sind in der heutigen Zeit zwar vereinfacht worden. So werden die Perlen nicht mehr auf Fäden aufgefaßt. Die Bündel
werden nicht mehr mit Kraxen transportiert und das sprengen der Hackebissel wird nicht mehr mit Wasserkraft erledigt. Es bleibt jedoch noch genügend Handarbeit übrig, an der sich seit damals bis heute nichts geändert hat. |
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